Stand Oktober 2021

Die Wohnsiedlung

Von den 92 Parzellen werden 90 mit Flächen ab 600 m² bis 3.400 m² zum Kauf angeboten. Mit dem Erwerb erhält jeder Käufer einen notariell beglaubigten Grundstückstitel. Den Rahmen für das nachbarschaftliche Wohnen bildet das „Reglamento de Copropiedad“, eine Gemeinschaftsordnung nach paraguayischem Recht. Die Grundstücke sind komplett erschlossen mit Straßen, Trinkwasser und Strom. Der Anschluss an das Internet ist über Mobilfunkanbieter oder ein Glasfaserkabel möglich. Ein Leerrohr für den Anschluss an das Glasfasernetz wird in jedes Gebäude verlegt. Die Abwasserreinigung erfolgt auf jedem einzelnen Grundstück über eine Pflanzenkläranlage.

Anfang 2022 soll mit den Arbeiten im 2. Bauabschnitt begonnen werden. Die Grundstücke 01 – 61 können durch eine Anzahlung von 24% des Kaufpreises reserviert werden. Die Restzahlung erfolgt bei notarieller Titelübergabe. Parallel zum Grundstückskaufvertrag wird ein Bauvertrag abgeschlossen, die Termine über Beginn und Übergabe werden darin vereinbart.

Der Kaufpreis für ein erschlossenes Grundstück beträgt 140.000 Gs. / m² (ca. € 17 / US$ 20)

Mehr Informationen zu dem Erwerb eines Grundstückes, finden Sie hier.

Interessant:

Drohnenflug

Im Februar 2021 war ein guter Freund mit seiner Drohne im Gepäck vor Ort. Selbstverständlich musste diese ausgepackt und geflogen werden. Das Ergebniss sehen Sie hier. 

Die Infrastruktur

Trinkwasser

Das Grundwasser in der Region ist von ausgezeichneter Qualität, befindet sich allerdings tief im Sandsteinsockel der Cordillera. Im Valle Tucán erfolgt die Trinkwasserversorgung über einen eigenen Brunnen. Das Bohrloch wurde 110 m niedergebracht und ausgekleidet mit einem kiesummantelten Filterrohr. Die Brunnenpumpe fördert das Trinkwasser in einen erdüberdeckten Hochbehälter (siehe Bild) und wird von dort an die einzelnen Haushalte verteilt. Um im gesamten Bezirk einen Wasserdruck von ca. 2 bar zu halten ist eine Druckerhöhung zwischengeschaltet. Jede Wohneinheit verfügt über einen Wasserzähler, die Abrechnung erfolgt nach dem Wasserverbrauch.

Die Abwasserreinigung

Die gute Qualität des Grundwassers soll langfristig erhalten bleiben. Daher legen wir Wert auf eine Abwasserreinigung, die über die paraguayischen Anforderungen hinausgeht.

Zum Einsatz kommen dezentrale, naturnahe Klärsysteme der Ingenieurgesellschaft Janisch & Schulz mbH. In der Regel wird auf jedem Grundstück eine Pflanzenkläranlage installiert.

Die Anlagen bestehen aus einer Mehrkammerabsetzgrube und einem 8 bis 12 m² großen bepflanzten Bodenfilter. Die Beschickung der Anlage erfolgt je nach Topographie im Freigefälle oder über eine kleine Pumpe. Die Anlagen werden in die Außenanlage integriert und sind auf den ersten Blick nicht als Kläranlage wahrnehmbar. Der Bodenfilter wird mit einer standorttypischen, attraktiven Vegetation bepflanzt. Die Oberfläche ist trocken, die Anlagen sind begehbar und geruchslos.

Das gereinigte Abwasser kann zu Bewässerungszwecken genutzt werden oder über eine mit Bananen bepflanzte Versickerungsmulde versickert werden. Abwassergebühren oder sonstige Beiträge fallen bei der dezentralen Abwasserreinigung nicht an.

Strom und Internet

Die Stromversorgung bis zu den Hochspannungstransformatoren erfolgt durch die ANDE, dem staatlichen Energieversorger. Ab dem Transformator führen wir die Leitungen bewusst unterirdisch zu den einzelnen Grundstücken. Der Zähler ist, wie in ganz Paraguay üblich, in einem Zählerschrank an der Grundstücksgrenze installiert, so dass zum Ablesen niemand das Privatgrundstück betreten muss.

Der staatliche Telekommunikation Dienstleister COPACO hat im Jahr 2019 ein Glasfaserkabel in das Valle Tucán gelegt. Jeder Eigentümer hat die Möglichkeit sich von COPACO das Kabel bis in das Gebäude verlegen zu lassen. Die Leerrohre dafür sind vorhanden. Die Bestellung bei COPACO muss vom Eigentümer erfolgen. Der Anschluss an das Glasfasernetz von Copaco mit bis zu 100 MBps ist möglich. Verschiedene Mobilfunkanbieter wie TIGO, Personal und Claro bieten den Zugang ins Internet über ihr 4G Netz an.

 

Die Zukunft
Ein Restaraunt mit Freibad ...

… werden das Herzstück der Freizeitanlage im Valle Tucán sein. Richtig gehört. Hier werden Einwohner und Besucher die Möglichkeit haben sich auf eine leckere Mahlzeit oder ein kühles Getränk treffen zu können , um dabei die tolle Aussicht über die Cordillera zu genießen. 

Vor dem Restaurant zieht sich eine naturübergreifende Terrassenlandschaft bis runter an einen  ca 6m tiefen Steinbruch. Ein kleiner Wasserfall fällt hier in das angrenzende Freibad. An einer kleinen Bar wird man sich Getränke bestellen können und es sich auf Liegestühlen im Schatten der großen Bäume gut gehen lassen.

Dieser Bereich wird über ein zusätzliches Portal kontrolliert für die Öffentlichkeit zugänglich werden, jedoch durch einen Zaun von der Wohnanlage getrennt werden, sodass die Bewohner nicht gestört werden. 

Die Bauarbeiten sollen 2022 – 2023 beginnen.

Das Auditorum

Ein weiteres Highlight: Die mit 12 Meter Durchmesser größte sich selbsttragende Lehmkuppel der Welt (!) ,  hier im ValleTucan designed von dem Architekten Gernot Minke.  Die riesige Kuppel soll Platz für Workshops, Seminare, Vorführungen, Meditationen bieten für alle die wollen und mit eingebauten Lautsprechern und einer ganz besonderen Akustik bestimmt auch für kleine Konzerte und die eine oder andere Fete zu haben sein. 

Geplante Fertigstellung: Anfang 2023

Gemeinschaftsprojekte

Jeder Bewohner besitzt im ValleTucan sein Grundstück mit seinem Haus und kann damit verkehren wie er möchte. Die ca. 4 Hektar große Grünfläche soll parallel jedoch auch Raum, für alle die wollen, bieten um gemeinschaftlich genutzt und gestaltet zu werden. Gemeinschaftsgärten, Sport- oder Spielplätze, ein Freiluft Gym, ein kleines Kiosk, eine Gemeinschaftsbibliothek, ein Atelier und vieles weiteres darf hier entstehen. Jeder darf. Niemand muss.

Unsere Nachbarn

Im Jahre 2018 wurde in unserer Nachbarschaft eine Siedlung mit 240 kleinen Wohnhäusern, einer Schule und einem Gemeinschaftshaus fertiggestellt. Finanziert wurde das Projekt von dem zweistaatlichen Wasserkraftwerk Yacyretá und der Senavitat (Secretaria Nacional de la Vivienda y el Hábitat). Die treibende Kraft hinter dem Projekt war unser leider schon verstorbener Bürgermeister Jacinto Raul Peña Silva. Die Häuser wurden zu sehr günstigen Bedingungen ausschließlich an „Solteras“ also alleinstehende Frauen, i. d. R. meist alleinerziehende Mütter vergeben. Dass die Frauen stolz auf ihren Besitz sind kann man daran erkennen, dass das Wohnviertel für paraguayische Verhältnisse top aufgeräumt ist. Binnen kurzer Zeit wurde in manchem Häuschen ein „Tante Emma Laden“, ein Friseursalon, ein Kopie Shop oder ähnliches eingerichtet.

Bereits vor dem Bau der Siedlung hatten wir entlang der Grenze einen 1,50 m hohen Maschendrahtzaun gezogen, begleitet von einer Sichtschutzpflanzung, die so langsam in ihre Funktion hineinwächst.